Verfasst von: Der Disorder | 10. April 2010

Wer ahnt denn sowas…?

Unten schreibe ich noch dick in die Überschrift: Bis demnächst… und mit vielen Unwegbarkeiten rund um den Umzug hätte ich gerechnet, doch nicht mit drei Monaten! Zuerst habe ich es ja fast noch für einen Scherz gehalten. Kaum bin ich ein Vierteljahr in der neuen Wohnung, schneit mir gestern fast aus heiterem Himmel dieses Schreiben ins Haus. Das nenne ich mal prompte Bedienung:

Verfasst von: Der Disorder | 25. Februar 2010

Lesung!!!

Immernoch mit Internet-Schwierigkeiten in der neuen Wohnung, soll dieser Eintrag jedoch nicht fehlen:

DER DISORDER liest. Birkenfeld. Fragmentarische Lebenszeichen und Anderes.

Sonntag, 28.02.2010 um 20 Uhr
Eintritt frei

Bumerang, Stubbenkammerstr. 6, Berlin-Prenzlauer Berg
Öffentliche Verkehrsmittel:
S-Bahn: Ringbahn S41 oder S42 (Haltestelle Prenzlauer Allee), S8 oder S85 (Haltestelle Prenzlauer Allee)
Tram: Metrolinie M10 (Haltestelle Danziger Str./Prenzlauer Allee), Metrolinie M2 (Haltestelle Fröbelstraße)

Birkenfeld. Fragmentarische Lebenszeichen.
Der Disorder, Paperback, 144 Seiten, epubli Berlin 2009, 17,95 Euro, ISBN 978-3-86931-163-0

Am Lesungsabend für 12,00 Euro erhältich.

Verfasst von: Der Disorder | 15. Januar 2010

Bis demnächst

Es ist ein wenig ruhiger geworden hier im Blog in der letzten Zeit – was jedoch keineswegs daran liegt, dass ich faul auf der Haut liege und scheinbar nichts passiert. Im Gegenteil: Seit Anfang des Jahres heißt es Telefon ummelden, Kisten packen, Gas+Strom-Anbieter wechseln, Umzugs-LKW mieten und und und.
Das gesamte Leben wird in kleine Pappkartons gepackt und stets muss man vorsichtig sein, dass die Kisten nicht zu schwer werden. Immer wieder stößt man auf Erinnerungen, auf Dinge, die seit Jahren unberührt irgendwo im Schrank liegen, auf Fotos, die man seit dem letzten Umzug nicht mehr angesehen hat und die einen trotzdem immer wieder innehalten lassen – für ein paar Augenblicke nur, die Gedanken schweifen zurück, driften ab und verlieren sich in vergangenen Zeiten. Für ein paar Momente sind die vielen Dinge, an die man bis zum Umzugstag noch denken muss, ausgeblendet und verschwinden hinter verklärten Rückblicken.
Bis auf wenige Dinge des täglichen Gebrauchs ist nun alles verstaut, bereit zum Abtransport. Die ersten Sachen warten bereits in der neuen Wohnung und weil Telekommunikationsunternehmen in unseren Zeiten schlimmer sind als jede Behörde, melde ich mich hiermit auf unbestimmte Zeit aus der virtuellen Welt ab. Morgen früh muss dann auch mein Computer in die Kiste und um es melodramatisch auszudrücken: Allein der liebe Herrgott weiß, wann ich in meiner neuen Wohnung wieder online sein werde.
Versprochen ist jedoch, dass ich mich dann umgehend wieder melden werde und die Pläne für neue Projekte nicht in irgendeiner Kiste umziehen werden, sondern ganz allein in meinem Kopf.

Verfasst von: Der Disorder | 5. Januar 2010

Neues Projekt: Umzug!

Jetzt geht es also endlich langsam los. Heute habe ich die ersten Umzugskartons gekauft, den Lkw für den Umzug gemietet und erste Telefonate wegen Strom-, Gas- und Telefon/Internet-Ummeldung geführt. Heute in zwei Wochen bin ich dann schon in der neuen Wohnung. Seltsames Gefühl und irgendwie noch ganz weit weg. Die Umzugkartons stehen noch zusammengeklappt in meinem Arbeitszimmer. Rechtzeitig nach den Feiertagen hat mich ein Schnupfen erwischt. Ist ja immer so… wenn man ihn am wenigsten gebrauchen kann. Den Kopf nicht frei, wenn es so viel gibt, woran man denken muss.
Jetzt brauche ich erst einmal eine große Mülltüte, um mich vom ersten Balast zu befreien. Vielleicht gehe ich auch einfach gleich ins Bett und schwitze meine Erkältung aus…

Verfasst von: Der Disorder | 1. Januar 2010

Ein letzter Blick zurück

Jahreshitparaden sind doch für den Hintern. Bestes Beispiel sind die ewigen ultimativen Chartshows auf RTL, bei denen gedopte Zuschauer mit Dauergrinsen apathisch in die Hände klatschen und sich nicht einmal wundern, warum die Top Ten-Songs des Abends irgendwie alle gleich klingen. Volksverdummung auf niedrigstem Niveau und so wundert es auch nicht, dass trotz der ewigen Leier von der großen Krise am Silvesterabend Millionen um Millionen von Euro einfach in den Himmel gepustet werden. Das knallt so schön, sieht auch noch schön aus. Und die, die am lautesten schreien, dass ihnen Hartz IV kaum genug zum Leben lässt, stehen in den ersten Minuten des neuen Jahres am längsten auf der Straße und lassen die Himmel in allen erdenklichen Farben leuchten.
Danken wir es ihnen, machen einen schnellen Schnapschuss die Straße herunter, schauen wir noch eben, wer bei der ultimativen Chartshow auf Platz eins gelandet ist (denn die Auflösung folgt natürlich erst kurz nach Mitternacht) und setzen wir dann die Playlist in unserem iPod auf Null zurück. Natürlich nicht, ohne einen letzten Blick zu wagen, welche Alben denn auf den eigenen Ohren im vergangenen Jahr hoch und runter gedröhnt sind. Ein letzter Blick zurück – vielleicht die kurze Frage, was meine ganz eigenen Charts über mich aussagen. Dann schon der Blick nach vorne – und die Frage: Mit welchem Album fange ich das neue Jahr an?
Vielleicht sollte ich mich einfach hinsetzen und selbst einen Song schreiben…

Die DISORDER-iPOD-Jahrescharts 2009:
1. Steven Wilson – Insurgentes
2. Eels – Hombro Lobo
3. Slipknot – All Hope Is Gone
4. John Frusciante – The Empyrian
5. A Perfect Circle – Thirteenth Step
6. The Dead Weather – Horehound
7. Portishead – Third
8. Type O’Negative – Dead Again
9. Anthony And The Johnsons – I Am Bird Now
10. Tori Amos – Abnormally Attracted To Sin
11. Slayer – World Painted Blood
12. New Model Army – Today Is A Good Day
13. Stone Sour – Come What(ever) May
14. Morrissey – Years Of Refusal
15. Them Crooked Vultures – Them Crooked Vultures
16. Various Artists – The World Is Gone
17. Kings Of Leon – Only By The Night
18. Leif Ove Andsnes – Mussorgsky: Pictures Reframed
19. Ramona Falls – Intuit
20. Arctic Monkeys – Humbug
21. Peter Doherty – Grace/Wastelands
22. Muse – The Resistance
23. Element Of Crime – Immer da wo Du bist bin ich nie
24. Rammstein – Liebe ist für Alle da
25. Gossip – Music For Men
26. Iggy Pop – Preliminiairies
27. Mos Def – The Ecstatic
28. The XX – XX
29. Depeche Mode – Sounds Of The Universe
30. Jarvis Cocker – Further Complications

So, liebe RTL-Zuschauer: Ich will Euch klatschen sehen…

Verfasst von: Der Disorder | 31. Dezember 2009

Winterliches Berlin

Da hat doch endlich mal jemand mitgedacht… Egal, wem man in den letzten Tagen begegnet ist – man bekam ein gelächeltes „Guten Rutsch“ an den Kopf geknallt.
Nun ja, wenigstens das Wetter spielt mit und tut sein Bestes. Das Foto ist von heute morgen – direkt von meinem Balkon fotografiert. Berlin präsentiert sich bei Minusgraden mit überfrierendem Schnee  und da will ich natürlich ins Nichts nachstehen und rufe so laut ich kann in die unendlichen Weiten des Internets: „Guten Rutsch!“

Verfasst von: Der Disorder | 29. Dezember 2009

Ruhe in Frieden


Zum Ende eines Jahres blickt man ja gerne einmal zurück, wird mitunter sentimental und/oder wundert sich darüber, wie schnell doch die Zeit vergeht. Wäre ich ein Sarkast,  ich würde nun anmerken, dass die folgende Liste Menschen enthält, deren Zeit im Laufe des Jahres 2009 abgelaufen ist. So ist es jedoch nicht gemeint. Vielmehr möchte ich mich an die folgenden Personen erinnern, weil sie alle eins gemeinsam haben. Sie alle haben durch ihre Kreativität etwas geschaffen, dass mich in meinem Leben mal für kürzer, mal für länger beeindruckt hat, dass mir ein paar Minuten oder ein paar Stunden Freude bereitet hat, worüber ich gestaunt habe, gelacht oder auch geweint habe. Kurz: Ohne diese Menschen hätte es so manch schönen Moment in meinem Leben nicht gegeben.

Ron Asheton, 60 (Gitarrist der Stooges)
Pina Bausch, 68 (Choreographin)
Monica Bleibtreu, 64 (Österreichische Schauspielerin)
David Carradine, 72 (US-Schauspieler u.a. „Kill Bill“)
Vic Chesnutt, 45 (US-Singer/Songwriter)
Ellie Greenwich, 68 (US-amerikanische Komponistin u.a. „River Deep, Mountain High“, „Be My Baby“)
Jörg Gülden, 65 (Gründer und erster Chefredakteuer der deutschen Ausgabe des Musikmagazins „Rolling Stone“)
Alfred Hrdlicka, 81 (Politischer Künstler)
Sebstian „Sebi“ Heckert, 32 (Produzent und kreativer Kopf von Deichkind)
Michael Jackson, 50 (US-Popstar)
Maurice Jarre, 84 (Französischer Filmkomponist u.a. „Doktor Schiwago“)
Niki List, 52 (Österreichischer Filmregisseur u.a. „Müllers Büro“)
Orlando „Cachaito“ Lopez, 76 (Mitglied des Buena Vista Social Club)
Karl Malden, 97 (US-Schauspieler u.a. „Die Straßen von San Francisco“)
Frank McCourt, 78 (Irischer Schriftsteller u.a. „Die Asche meiner Mutter“)
Les Paul, 94 (US-amerikanischer Gitarrenbauer)
Billy Powell, 56 (Keyboarder von Lynyrd Skynyrd u.a. „Sweet Home Alabama“)
Mercedes Sosa, 74 (Argentinische Sängerin)
John Updike, 76 (US-amerikanischer Schriftsteller u.a. „Die Hexen von Eastwick“)
Willy DeVille, 58 (US-amerikanischer Blues-Musiker)
Gianni Vitiello, 36 (Berliner DJ)
Peter Zadek, 83 (Theaterregisseur)

Foto: Dieter Schütz, pixelio.de

Verfasst von: Der Disorder | 19. Dezember 2009

Über Wohnungssuche in Berlin

Ab und zu braucht man einfach mal eine Luftveränderung. Die eigenen vier Wände werden zu eng und auch, wenn man mit Grausen an den ganzen Aufwand denkt: Eine neue Wohnung muss her. Dem Internet sei dank muss man ja zur Wohnungssuche nicht mehr Freitag Abend oder Samstag Früh an den Kiosk rennen und die Immobilienausgaben der großen Berliner Tageszeitungen erstehen. Immobilienscout und Immowelt machen es möglich. Man sieht sich zu Hause vor dem Monitor die schönen Bildchen an, klickt sich bei Google-Maps direkt zu den Adressen, um den Kiez zu checken und schickt per vorbereitetem Formular gleich eine Mail raus, um einen Besichtigungstermin zu vereinbaren.
Provisionen an Maklerfirmen sind inzwischen normal. Vor allem, wenn man eine Wohnung in Friedrichshain sucht, scheint man an Lion Immobilien nicht mehr vorbei zu kommen. Alles, was auf den ersten Blick auch nur halbwegs bewohnbar aussieht, taucht früher oder später auf der Leerstandsliste der Maklerfirma aus Steglitz auf. Die Frage jedoch bleibt: Was tun diese Immobilienfirmen eigentlich für Ihr Geld? Auf der Leerstandsliste, die man sich ebenfalls bequem im Internet runterladen kann, stehen die Besichtigungstermine. Schaufel Dir den Termin frei, oder lass es bleiben – dann nimmt eben ein Anderer die Wohnung.
Bei den Terminen selbst steht dann eine mehr oder weniger kleine oder große Gruppe vor den Häusern, ein Mitarbeiter kommt mindestens fünf bis zehn Minuten zu spät und schleust die Wohnungssuchenden wie eine Schafherde durch leer stehenden Wohnungen. Ernüchterung stellt sich ein. Die Bilder im Internet sind bewusst manipuliert – mit ein wenig Erfahrung weiß man, wie man einen Raum zu fotografieren hat, damit er schön groß aussieht. Dann noch ein wenig die Helligkeit des Fotos übersteuern und schon sieht auch das dunkelste Loch im Erdgeschoss wie eine lichtdurchflutete Dachgeschosswohnung aus.
Bei der Begehung der Wohnung kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus: Zwei-Zimmer-Wohnung hieß es in der Anzeige. Ja, zwei Zimmer sind es. Ein etwas größeres Zimmer und ein kleines Zimmer – in dem dann jedoch auch die angespriesene Einbauküche steht. Man hat also die Wahl: Man macht das größere Zimmer zum Wohn- und Schlafzimmer, oder aber man stellt sich das Bett in die Küche.
Irgendwas stimmt doch da nicht, also weiter mit dem Tross in die nächste Wohnung. Hier gibt es immerhin ein Schlafzimmer und ein Wohnzimmer. Die Küchenzeile (mit zwei Kochfeldern, doch ohne Backofen) steht hier platzsparend am Ende des Flurs in einer Nische, in der man sonst Staubsauger und Wischmob abstellt und zumindest einen Vorhang davor hängt.
Neuer Tag, neues Glück: Eine Erdgeschosswohnung im Seitenflügel direkt am Ostkreuz. Der Herr von Lion Immobilien schließt die Wohnungstür (eine Glastür) auf , im Hintergrund rattert eine S-Bahn vorbei und schon steht man direkt in der Küche. Jeder, der an der Wohnung vorbei läuft hat durch die Glastür einen formidablen Blick direkt in die Wohnung.
So will ich dann doch nicht wohnen, also direkt nach nebenan, denn dort ist auch noch etwas frei. Zumindest die Wohnungstür ist hier für Blicke undurchlässig. Dennoch geht es wieder ohne Flur direkt durch die Küche in einen großen, dreieckigen (!!!) Raum. Das war’s! Ich suche das Weite, denke an die 2,38 Kaltmieten, die ich für die Vermittlung zahlen müsste. Für die Vermittlung? Für die kurze Besichtigung! Für die fünf Minuten, die der Makler opfert, um Wohnungssuchende wie eine Gruppe japanischer Touristen durch leerstehende Räume zu führen, die das Wort Wohnung nur schwerlich verdienen.
Zum Glück ist noch ein wenig Zeit an diesem Nachmittag und so hänge ich noch eine Besichtigung dran. Raus aus Lion-Immobilien-Friedrichshain nach Prenzlauer Berg. Ich klingele an der Tür zu einer Musterwohnung, man führt mich dann jedoch noch zu einer anderen Wohnung. Die Umgebung passt und kaum stehe ich in den leeren, frisch sanierten Räumen, beginnt mein Herz zu schneller zu schlagen. Seltsam, doch so steht es geschrieben: Ich merke sofort – das ist meine Wohnung. Leer und ungeheizt und trotzdem fühle ich mich sofort wohl.
Einen Tag später dann schon der befreiende Anruf des Vermieters: Die Wohnungssuche hat ein Ende, im Januar ziehe ich provisionsfrei um. Und werde für die nächsten Jahre auch mit Lion Immobilien nichts mehr zu tun haben.

Verfasst von: Der Disorder | 8. Dezember 2009

Online-Shop online

Da ist er nun also – wie versprochen: Der Disorder-Shop.

Verfasst von: Der Disorder | 7. Dezember 2009

Der Blick geht nach oben

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